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Breslauer Sammlung

Die Breslauer Sammlung wurde 1951 in der rheinischen Domstadt ins Leben gerufen. Trägerin war seit jeher die Bundesvereinigung der Breslauer e.V.

Wenige Jahre nach ihrer Gründung übernahm die Stadt Köln 1956 die Patenschaft über die Stadt Breslau. Seinen sinnfälligsten Ausdruck fand diese Patenschaft in der Gründung des Patenschaftswerks Köln-Breslau. Über diese Einrichtung konnte fortan die finanzielle Existenz der Breslauer Sammlung gesichert werden. Die historischen Verbindungen zwischen Breslau und Köln sind zahlreich und Sie als Besucher unserer Internetseite können hier gerne mehr darüber erfahren.

Die Stadt Köln als Kommune hat sich seither stets als gute und fürsorgliche Patin erwiesen. Dank der Unterstützung aus öffentlichen Geldern konnten die Bestände der Breslauer Sammlung fortlaufend ergänzt werden und zahlreiche Veranstaltungen, die sich dem Andenken an die einstmalige Hauptstadt der preußischen Provinz Schlesien widmeten, durchgeführt werden.

Doch nicht nur im Hinblick auf die Breslauer Sammlung bot Köln eine zweite Heimat. Auch im Hinblick auf die früheren Angestellten und Beamten der Stadtverwaltung Breslau konnten Strukturen geschaffen werden. So war als Teil der Kölner Stadtverwaltung bis in die siebziger Jahre hinein hier am Rhein die „Auskunftsstelle der früheren Stadtverwaltung Breslau“ beheimatet. Diese Abteilung diente dazu, es vormaligen öffentlich Bediensteten der Stadt Breslau zu ermöglichen ihre vor 1945 erworbenen Renten- und Pensionsansprüche durch Einblick in ihre alten Personalakten gegenüber bundesdeutschen Behörden nach dem Krieg einfach und unkompliziert nachzuweisen.

Die Breslauer Sammlung Köln hat sich nie von ihren Wurzeln entfernt. Im Laufe der letzten Jahre trat im Zuge des politischen Wandels in Mittel- und Osteuropa ein neuer Aspekt zu unserer Arbeit hinzu. Die Kontakte und der Austausch mit den nunmehr seit 1945 in Breslau lebenden Polen wurde immer wichtiger. Nicht nur der Wille Brücken zu unserem Nachbar zu bauen und sich ganz allgemein im Sinne der Verständigung tätig zu sein, motivierte die Mitarbeiter der Breslauer Sammlung diesen Weg einzuschlagen. Vielmehr noch begeisterte sie die offene Atmosphäre und der Wille der polnischen Partner die deutsche Geschichte Breslaus unvoreingenommen zu entdecken und zu pflegen, in der Odermetropole als Breslauer Sammlung Köln aktiv zu werden.

Sinnfällige Ausdrücke der Offenheit, die man sich entgegenbringt, sind etwa Zusammenarbeit bei den unterschiedlichsten Ausstellungen in der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen. Einen Schwerpunkt bildet für die Breslauer die Kooperation mit dem Historischen Museum der Stadt Breslau und dessen Direktor Dr. Maciej Łagiewski sowie der Universität Breslau und dem dortigen Leiter des Universitätsmuseums, Prof. Dr. Dr. Jan Harasimowicz.

Die Breslauer Sammlung Köln möchte aber auch die deutschen Volksgruppe, die in Breslau selbst heute noch etwa 3.000 Personen zählt, nicht vergessen und steht mit der dortigen Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft (DSKG) in gutem Kontakt und ständigem Austausch.

So wirken wir am kulturellen Austausch und Miteinander zwischen Deutschen und Polen mit und versuchen deutlich werden zu lassen, was Köln und Breslau seit jeher waren und stets geblieben sind: Zwei Domstädte im Herzen Europas, die gar nicht anders können als zusammenzuwirken.

Breslauer Sammlung

Breslauer Sammlung in den 1960er Jahren


Breslauer Sammlung

Innenräume in den 1950er/1960er Jahren


Breslauer Sammlung

Delegation der Breslauer Sammlung, des Museum Haus Schlesien und der OMV der CDU Köln in Breslau bei der Eröffnung des Historischen Museums der Stadt Breslau im Stadtschloß Friedrichs des Großen im April 2009


Breslauer Sammlung

Spendenübergabe der Breslauer Sammlung an die DSKG Breslau im Rahmen des Maifestes am 1. Mai 2009 (Irene Lipman, Tobias Körfer, Renate Zajaczkowska, v.l.n.r.)