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Karl-von-Holtei-Archiv

Der schlesische Heimatdichter Karl von Holtei, geb. am 24. April 1798 in Breslau, gest. 12. Februar 1880 ebenda, war ein Zeitgenosse Goethes und Schillers. Mit beiden Persönlichkeiten stand er seinerzeit in regem schriftlichem Austausch.

Ein großes Anliegen Holteis war es, deutsche Sprache in all ihren Facetten darzustellen, daher schrieb er viele Mundartgedichte.

Heutzutage ist er in Deutschland nur noch wenigen bekannt. In Polen jedoch stehen seine Werke immer noch in hohem Ansehen. Ist er doch der Autor mehrerer Werke über einen bekannten polnischen Nationalhelden, Tadeusz Kościuszko. Mit dem Gedicht „Der letzte Pole“ von 1832 und dem Theaterstück „Der alte Feldherr“ verlieh er einem damals in Deutschland vorherrschenden Gefühl, der sog. „Polenbegeisterung“, wodurch weite Teile des liberalen Bürgertums große Sympathien für das Freiheitsstreben des geteilten Polens (Aufstand von 1830/31) artikulierten, einen starken Ausdruck.

Das Holtei-Archiv beherbergt eine wertvolle Sammlung von Büchern aus der Privatbibliothek von Karl von Holtei sowie einige Erstausgaben seiner Werke. Daneben handgeschriebene Briefe und umfangreiche Sekundärliteratur über Karl von Holtei. Zudem kann die Breslauer Sammlung dem Besucher auch einige sehr persönliche Erinnerungsstücke präsentieren, wie etwa eine Haarlocke seiner Ehefrau.