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Karl von Holtei - Leben und Werk

  • geb. am 24. April 1798 in Breslau, gest. 12. Februar 1880 in Breslau
  • Karl von Holtei entstammte einer evangelischen Offiziersfamilie
  • Schulbesuch im Friedrichs- und schließlich im Maria-Magdalenen-Gymnasium in Breslau
  • Freiwilliger des Feldzugs von 1815 gegen die französische Besatzung
  • Nach dem Abitur Studium der Rechte an der Universität Breslau. Bereits in diesen Jahren war Holtei als Schauspieler und Dramaturg tätig
  • Zeitgenosse Goethes, von Eichendorffs und Gustav Freytags
  • Ein großes Anliegen Holteis deutsche Sprache in all ihren Facetten darzustellen, daher viele Mundartgedichte
  • Große Sympathien für das Freiheitsstreben des geteilten Polens (Aufstand von 1830/31)

Holtei versuchte, die deutsche Sprache gegenüber dem Französischen (aus dem damals noch die meisten deutschen Literatur- und Theaterprodukte übersetzt waren), aufzuwerten, indem er verschiedenste Dialekte verwendete. Dieses Stilmittel gab es im Französischen nicht. Die Aufwertung des Dialekts gegenüber der Hochsprache verstand er nicht zuletzt als Aufwertung des Bürgerlichen gegenüber dem Aristokratischen. Obwohl er selbst ein Angehöriger des niederen Adels war, bemühte er sich, zwischen Adel und Bürgertum zu vermitteln, statt die Konflikte zu betonen, die in den Revolutionsjahren 1830 und 1848 zum Ausbruch kamen. Daher sind seine Stücke eher unpolitisch, höchstens patriotisch wie „Der alte Feldherr“.